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11.04.2026 Hoyerswerdaer FC vs. SG Dresden Striesen 0:3 (0:1)

Tore: Schröter, Tim 0:1 (27′); Leichsenring, Leo 0:2 (63′); Schweizer, Phillip 0:3 (72′)

Spielbericht: 

Der Hoyerswerdaer FC (HFC) erlebt einen gebrauchten Samstagnachmittag und verliert sein Heimspiel deutlich mit 0:3 gegen die SG Dresden Striesen. Vor nur 50 zahlenden Zuschauern besiegelte die Niederlage die sportliche Krise der Gastgeber. Aus den letzten vier Spielen holte der HFC lediglich einen einzigen Punkt.

Es war zudem die höchste Heimniederlage seit 20 Monaten (damals ebenfalls ein 0:3 gegen Neusalza-Spremberg).

Heimdebakel

Der HFC kassiert eine mehr als bittere 0:3-Pleite gegen die SG Striesen

Ein gebrauchter Tag aus Hoyerswerdaer Sicht:

Neben der deutlichen 0:3-Heimniederlage gegen die SG Dresden Striesen endete die Partie für die Gastgeber auch noch in Unterzahl.
Am Ende gaben drei Standard-Gegentore und eine mangelhafte Teamleistung den Ausschlag für einen völlig misslungenen Samstagnachmittag.

Gute Anfangsphase bleibt ungenutzt

Dabei fing die Partie für den HFC gar nicht so schlecht an. In den ersten Minuten erarbeiteten sich die Hausherren zwei hochkarätige Möglichkeiten zur Führung. In der 12. Minute leitete Wallace mit einem starken Ballgewinn die erste Chance selbst ein. Über Hoßmang kam das Leder zu Alex Seibt, dessen Querpass auf Wallace jedoch etwas zu scharf geriet.
Nur vier Minuten später tauchte Schäfer allein vor Striesens Schlussmann Kuhnert auf, scheiterte aus sehr spitzem Winkel aber am Keeper (16.).

In der Folge blieben die Offensivbemühungen der Gastgeber in der entscheidenden Fortsetzung stecken.

Einzig ein sehenswerter Distanzschuss von Gierth (37.) sorgte noch für Gefahr, war jedoch zu zentral angesetzt.
Gästekeeper Kuhnert konnte parieren.
Zu diesem Zeitpunkt lag der HFC bereits in Rückstand.

Kalte Dusche nach eigenem Freistoß

Nach fast zwei Drittel der ersten Halbzeit folgte der Schock:
Nach einem eigenen Freistoß stimmte die Absicherung im Hoyerswerdaer Rückraum überhaupt nicht. Striesen schaltete blitzschnell um und überrumpelte die unsortierte HFC-Defensive. Die Situation gipfelte in einem Elfmeterpfifg, den die Gäste eiskalt zur Führung nutzten.

Frischer Wind verpufft und Slapstick-Gegentor sorgt für Vorentscheidung

Trainer und Mannschaft reagierten zur Pause:
Mit Hänchen und Szepanski kamen zwei frische Kräfte, die für mehr Dynamik sorgen sollten.
Die Abschlüsse von Gierth (51.) und Wallace (54.) machten zunächst Mut, ließen aber die nötige Präzision und Schärfe vermissen.
Mitten in die kleine Drangphase hinein wurde der HFC eiskalt erwischt. Nach einem Ballverlust von Pattoka im Mittelfeld konnte der folgende Gästeangriff nur durch ein Foul kurz vor der Strafraumgrenze gestoppt werden. Der fällige Freistoß (64.) prallte an die Latte, von dort an den Hinterkopf von HFC-Torhüter Krüger und unglücklich zum 0:2 ins Netz.

Platzverweis macht den gebrauchten Tag perfekt

Nur sechs Minuten später war die Messe endgültig gelesen. Ausgangspunkt für das 0:3 war ein eigentlich harmloser Einwurf der Gäste.
Schweizer tauchte allein vor Krüger auf und blieb cool und entschied mit seinem Tor die Partie.
Die Szene offenbarte die fehlende Organisation und Kommunikation im gesamten HFC-Gefüge.
So kann man nicht verteidigen.
Als Sinnbild für den frustrierenden Nachmittag holte sich Alex Seibt kurz darauf eine komplett unnötige Rote Karte ab.
Er wird die nächsten Spiele fehlen.
Selbst eine letzte sehr gute Möglichkeit durch Schäfer blieb ungenutzt, da auch ihm in dieser Situation die letzte Entschlossenheit und der direkte Zug zum Tor fehlten.

Fazit:

Der Blick muss nach unten gehen!
Dieser Auftritt und das nackte Ergebnis sind eine große Enttäuschung.
Der HFC gab als Mannschaft kein gutes Bild ab, befindet sich in einem Negativtrend und muss den Blick in der Tabelle nun schleunigst nach unten richten.
Der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist nicht groß. Und die Liga ist extrem eng.
Das sollte jedem Beteiligten spätestens nach diesem Wochenende klar sein. Der HFC braucht dringend Punkte – und das gelingt nur, wenn das Team endlich wieder als geschlossene Einheit auftritt!

Bilder (Steffen Gasch):