18.04.2026 FV Eintracht Niesky vs. Hoyerswerdaer FC 4:1 (1:1)
Tore: Breuning, Lucas 0:1 (12′); Kleschatzky, Niklas Gavin 1:1 (19′); Zieschang, Julian 2:1 (67′); Zieschang, Julian 3:1 (71′); Scharf, Lukas 4:1 (89′)
Spielbericht:
HFC bleibt auch in Niesky ohne Punkte: Eine Halbzeit Mut reicht nicht aus
Der Hoyerswerdaer FC wartet weiter auf ein Erfolgserlebnis. Auch im fünften Spiel in Folge blieb die Mannschaft von der Elster sieglos und musste sich bei Eintracht Niesky am Ende deutlich mit 1:4 geschlagen geben. Ein Ergebnis, das nach 90 Minuten klar aussieht, den tatsächlichen Spielverlauf jedoch nur bedingt widerspiegelt.
Starker Beginn und Führung
Im Vergleich zum letzten Heimspiel zeigte der HFC von Beginn an ein völlig anderes Gesicht. Inspiriert und mit flachen Kombinationen suchten die Gäste den Weg nach vorne. Bereits nach zehn Minuten bot sich die Riesenchance zur Führung, doch Martin Hoßmang scheiterte vom Elfmeterpunkt.
Der HFC ließ sich davon nicht beirren: Nur zwei Minuten später machte es Lucas Breuning besser, als er nach einer Hoßmang-Ecke goldrichtig stand und zum verdienten 0:1 einschob.
Zwar glichen die Gastgeber fast postwendend durch Kleschatzky aus (19.), der ein Zuspiel von der Strafraumgrenze flach im Netz unterbrachte, doch der HFC behielt die Spiel- und Ballkontrolle. Vor allem das aktive, hohe Pressing stellte Niesky vor große Probleme. Einzig die letzte Zielstrebigkeit und Torgefährlichkeit fehlten, um die Überlegenheit in weitere Treffer umzumünzen.
Ein Lichtblick: Der junge Basiuk hinterließ bei seinem ersten Startelfeinsatz nach langer Zeit im Sturmzentrum einen ordentlichen Eindruck.
Der Bruch nach der Pause
Wie schon vor einigen Wochen in Neusalza-Spremberg gab der HFC die Partie nach dem Seitenwechsel völlig unnötig aus der Hand.
An die couragierte Vorstellung der ersten Halbzeit konnten die Gäste nicht mehr in der gleichen Art und Weise anknüpfen.
Ein einfacher diagonaler Ball der Nieskyer reichte aus, um die Abwehr auszuhebeln. Schiller setzte sich gegen Szepanski auf der linken HFC-Abwehrseite durch, zog nach innen. Sein Schuss traf zwar nur den Pfosten, doch Zschieschang verwertete den Abpraller eiskalt zum 2:1.
Der bittere K.o. folgte in der 71. Minute: Torschütze Breuning leistete sich als letzter Mann ein riskantes Dribbling mit fatalem Ballverlust. Zschieschang bedankte sich und markierte innerhalb von nur vier Minuten das 3:1. Dieses Tor brach den Widerstand der Hoyerswerdaer endgültig. Die Angriffe blieben fortan harmlos und ohne die nötige Überzeugung. Kurz vor dem Abpfiff schraubte Lukas Scharf das Ergebnis auf 4:1 hoch, nachdem HFC-Keeper Krüger bei einem Freistoß zu spät kam.
Fazit:
Fokus auf das Dohna-Spiel.
Am Ende steht eine deutliche Niederlage, die aufgrund individueller Fehler und der zweiten Hälfte schmerzt. Der Maßstab für das kommende Heimspiel gegen Dohna muss die Leistung der ersten 45 Minuten sein. Will man am nächsten Samstag endlich wieder dreifach punkten, muss die Mannschaft diese Konzentration über die vollen 90 Minuten auf den Platz bringen und die Fehleranfälligkeit in der Defensive abstellen.
Stimme zum Spiel:
Tom Nowy:
Wir wussten von Beginn an, dass dieses Spiel gegen Niesky besonders wichtig ist, um unseren Negativtrend egalisieren zu können. Bereits nach 10 Minuten die erste Chance per Elfmeter, dieser wurde jedoch gehalten.
Weiterhin früh im Spiel erzielte Lucas Breuning die 0:1 Führung, alles lief nach Plan. Wir waren gut drin im Spiel. Kurze Zeit später gleicht Niesky jedoch aus, bitter nach dem guten Start.
Nach dem Seitenwechsel haben wir uns versucht weiterhin zu belohnen, doch es kam zu keinen klaren Chancen. In der 67. Minute erkämpft sich Niesky jedoch die Führung. Es folgt 4 Minuten später der Doppelschlag der Gegner und unser einst guter Beginn brachte uns nichts mehr ein. Kurz vor Schluss kam es in der 89.Minute zum 4:1…
Mit etwas Glück und am Ende mehr Wille und Kampf konnte nun Niesky sich den 3er auf ihr Punktekonto schreiben. Wir stehen mit nichts da, aber sind bereit nächste Woche wieder im eigenen Wohnzimmer den 3er gegen Chemie Dohna einzufahren.

